Vergleich

Kamera-Ausrichtung für Diodenlaser und CO2-Laser

Raten, wo ein Motiv auf dem Schieferuntersetzer oder dem Schneidebrett landet, kostet Material. Eine kalibrierte Kamera zeigt das echte Werkstück unter dem Motiv — so funktioniert die Einrichtung.

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Die kurze Antwort

Eine Kamera über der Arbeitsfläche fotografiert das Werkstück, und die Software legt dieses Bild unter dein Motiv — du schiebst das Motiv genau dorthin, wo es hingehört. Damit das stimmt, braucht es zwei Kalibrierungen. Die Linsen-Kalibrierung rechnet die tonnenförmige Verzeichnung von Weitwinkelkameras heraus. Die Ausrichtung bildet danach jeden Pixel des Kamerabilds auf eine Position der Maschine ab. Ab dann passt, was du am Bildschirm siehst, zu dem, wo der Laser feuert — bei Diodenlaser wie CO2-Laser.

  • Kamera fotografiert das echte Werkstück
  • Linsen-Kalibrierung entfernt Verzeichnung
  • Ausrichtung bildet das Bild auf Maschinenpositionen ab
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Schritt 1: Linsen-Kalibrierung

Die meisten Laserkameras haben ein Weitwinkelobjektiv, um die ganze Arbeitsfläche zu sehen, und Weitwinkel biegen gerade Linien zum Rand hin. Die Linsen-Kalibrierung misst diese Biegung mit einem gedruckten Kalibrierboard, das in mehreren Positionen fotografiert wird. In Vextrify erfasst du das Board an bis zu neun Positionen — den Laserkopf fährst du per Jog-Pad aus dem Bild — und der Assistent zeigt den Reprojektionsfehler, also wie gut das Linsenmodell passt. Das Ergebnis gehört zur Kamera und übersteht eine Neuinstallation der App.

  • Gedrucktes Kalibrierboard an mehreren Positionen
  • Reprojektionsfehler nach dem Berechnen sichtbar
  • Übersteht Neuinstallation; nur bei neuer Kamera wiederholen
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Schritt 2: Ausrichtung mit gravierten Marken

Die Ausrichtung verbindet Kamerabild und Maschine. Vextrify graviert ein Muster aus Referenzmarken mit niedriger Leistung, nimmt ein Standbild auf, und du klickst die neun Marken im Foto an. Aus diesen Punkten berechnet es die perspektivische Abbildung und zeigt den Restfehler in Millimetern. Wird die Kamera später bewegt, wiederholst du nur diesen Schritt — die Linsen-Kalibrierung bleibt gültig. Jede Kamera ist an ihren Laser gebunden, eine Werkstatt mit mehreren Maschinen hat also je Laser eine eigene Ausrichtung.

  • Referenzmarken mit niedriger Leistung, dann neun Klicks
  • Restfehler in Millimetern sichtbar
  • Kamera bewegt? Nur die Ausrichtung wiederholen
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Die Kamera im Alltag

Nach der Kalibrierung liegt das Live-Kamerabild perspektivisch korrekt unter der Arbeitsfläche; du kannst es abdunkeln, zoomen oder als Standbild einfrieren. Motiv auf das Werkstück legen, Rahmen abfahren, bei Bedarf Probelauf, dann Job starten. Die Kamera ist eine Desktop-Funktion: Sie braucht Maschine und USB-Kamera am selben Rechner, die Browser-Version bereitet Dateien vor, zeigt aber keine Kamera.

  • Live-Overlay, abdunkelbar, Zoom und Standbild
  • Platzieren, Rahmen abfahren, Probelauf, gravieren
  • Nur Desktop-App — der Browser bereitet Dateien vor
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Im Vergleich

Kamera-Platzierung gibt es nicht nur in einem Programm: LightBurn unterstützt Kameras mit Linsen-Kalibrierung und Ausrichtung, und das Open-Source-Programm Rayforge bietet ebenfalls eine Kamera-Ausrichtung. Was Vextrify ergänzt: Die Kamera sitzt im selben Programm, das das Foto vorbereitet und die Maschine steuert, mit Kalibrierung und Ausrichtung je Laser. RDWorks und LaserGRBL bieten keine Kamera-Ausrichtung. Egal womit: Linse einmal kalibrieren, Ausrichtung wiederholen, sobald die Kamera bewegt wird.

  • LightBurn und Rayforge: ebenfalls mit Kamera
  • Vextrify: Kamera, Vorbereitung und Steuerung in einem, je Laser
  • RDWorks und LaserGRBL: keine Kamera-Ausrichtung

Häufige Fragen

Wie richte ich eine Kamera am Laser aus?

Erst die Linse mit einem gedruckten Kalibrierboard kalibrieren, dann die Kamera an der Maschine ausrichten: Referenzmarken gravieren und im Foto markieren. Danach passt das Kamerabild zu dem, wo der Laser feuert.

Funktioniert die Kamera-Ausrichtung auch beim CO2-Laser?

Ja. Die Kamera hängt nicht vom Controller ab. Vextrify richtet Kameras für Diodenlaser mit GRBL- und CO2-Laser mit Ruida-Controller aus.

Muss ich neu kalibrieren, wenn die Kamera verrutscht?

Nur die Ausrichtung. Die Linsen-Kalibrierung gehört zur Kamera und bleibt gültig; nach dem Bewegen der Kamera die Ausrichtung mit den gravierten Marken wiederholen.

Welche Kamera brauche ich?

Eine USB-Kamera über der Arbeitsfläche, die den ganzen Bereich sieht. Die Weitwinkel-Verzeichnung gleicht die Linsen-Kalibrierung aus.