Contour Studio

Konturschnitt

Motivkante rein. Sauberer Schnittpfad raus.

Konturschnitt (Contour Studio) verwandelt ein hochgeladenes Bild lokal im Browser in einen geschlossenen Vektor-Schnittpfad. Die Engine erkennt den Vordergrund entweder über den Alpha-Kanal (transparentes PNG) oder über Helligkeit, baut daraus eine binäre Maske, glättet und vereinfacht sie zu Polygonen und rendert daraus den finalen Pfad. Drei Vorschaufenster — Original, Maske, Kontur — zeigen jeden Verarbeitungsschritt live. Das Ergebnis geht als SVG oder DXF-Datei raus, oder direkt als Vektor, Cut-Layer oder Werkstückmaske ins Produktions-Artboard beziehungsweise zurück auf den Laser-Arbeitsbereich.

Bild laden

Ausgangspunkt jeder Konturberechnung — ein Bild im Vorschaufenster „Original“.

Bild hochladen
Öffnet die Dateiauswahl für ein Bild vom Gerät (PNG, JPEG o. Ä.). Das Bild wird vor der Verarbeitung automatisch auf ein verarbeitbares Maß verkleinert, falls es zu groß ist — eine Hinweismeldung zeigt das an.
Übernahme aus Laser Control
Wird Konturschnitt aus dem Laser-Arbeitsbereich heraus geöffnet (Bildobjekt → Kontur), lädt das Tool das Quellbild automatisch aus der Übergabe und übernimmt die Einfügegröße aus den Maßen des Original-Objekts.Erscheint nur bei Aufruf über die Laser-Control-Übergabe, nicht bei eigenständigem Tool-Start.
Erkennung

Bestimmt, welcher Bildkanal als Grundlage für die Vordergrund-Maske dient.

Auto
Lässt das Tool selbst entscheiden: Erkennt es einen sinnvollen Alpha-Kanal (ein teilweise transparentes Bild mit erkennbarem Vordergrund), wird Alpha/Transparenz verwendet — sonst Helligkeit.
Alpha / Transparenz
Erzwingt die Maskenerkennung über den Alpha-Kanal. Geeignet für freigestellte PNGs mit transparentem Hintergrund.
Helligkeit
Erzwingt die Maskenerkennung über die Bildhelligkeit (Luminanz). Geeignet für Bilder ohne Transparenz mit klarem Hell-Dunkel-Kontrast zwischen Motiv und Hintergrund.
Konturtyp

Legt fest, welche der erkannten Teilkonturen am Ende im Schnittpfad landen.

Außenlinie
Behält nur die größte erkannte Kontur — die äußere Silhouette des Motivs. Innenkonturen (Löcher, Details) werden bewusst ignoriert und intern aufgefüllt.
Außenlinie + Öffnungen
Behält die äußere Silhouette und zusätzlich alle inneren Konturen, die geometrisch innerhalb der Außenlinie liegen (z. B. Löcher oder Aussparungen im Motiv).
Alle Details
Behält jede erkannte Teilkontur im Bild, auch getrennte, nicht zusammenhängende Motivteile.
Maskenaufbereitung

Regler, die die binäre Vordergrund-Maske formen, bevor sie zu Polygonen nachgezeichnet wird. Jede Änderung aktualisiert die Vorschau nach kurzer Verzögerung automatisch.

Threshold
Schwellwert (0–255), ab dem ein Pixel als Vordergrund zählt — im Alpha-Modus bezogen auf die Deckkraft, im Helligkeitsmodus auf die Helligkeit.
Border Offset px
Verschiebt die Maskenkante nach außen (positive Werte) oder innen (negative Werte), in Pixeln der internen Arbeitsauflösung. Positive Werte vergrößern den erkannten Vordergrund, negative verkleinern ihn.
Blur
Weicht die Maskenkante vor dem Schwellwertvergleich an, um Rauschen und harte Treppenkanten in der Quelle zu glätten.
Invertieren
Kehrt um, was als Vordergrund gilt — z. B. wenn das Motiv im Quellbild dunkel auf hellem Grund liegt statt umgekehrt, oder bei vertauschter Alpha-Logik.
Pfadaufbereitung

Regler, die bestimmen, wie aus der Maske ein sauberer, gravierbarer Vektorpfad wird.

Smoothing
Glättet die Maske über mehrere Öffnen/Schließen-Durchgänge (morphologisch), bevor sie nachgezeichnet wird — reduziert Treppenstufen und kleine Rauschinseln in der Kontur.
Min. Points
Mindestanzahl an Eckpunkten, die eine Teilkontur haben muss, um übernommen zu werden. Kleinere, vermutlich unerwünschte Fragment-Konturen werden darunter verworfen.
Simplify
Pfadvereinfachung (Toleranz): reduziert die Anzahl der Ankerpunkte im finalen Pfad, ohne die Form wesentlich zu verändern — höhere Werte ergeben einfachere, aber ungenauere Pfade.
Kantenfluss
Steuert, wie stark die Kontur zwischen den Eckpunkten geglättet wird (0 = kantiger, 1 = fließender Verlauf), nach der Vereinfachung.
Curve
Bestimmt, wie stark der finale SVG-Pfad mit Kurvensegmenten statt geraden Liniensegmenten gezeichnet wird — 0 erzeugt einen reinen Polygonzug, höhere Werte runden die Übergänge im Pfad selbst (nicht nur visuell) ab.
Ecken schützen
Verhindert, dass scharfe, bewusst gesetzte Ecken durch das Glätten (Kantenfluss) abgerundet werden — wichtig bei Motiven mit gewollten spitzen Kanten.
Ausgabegröße

Bestimmt die physische Größe, mit der der Schnittpfad exportiert oder ins Artboard übernommen wird.

Einfügegröße mm
Physische Breite des Ausgabepfads in Millimetern. Die Höhe wird automatisch im Seitenverhältnis des Quellbilds mitberechnet.
Vorschau

Drei Vorschaufenster zeigen die Verarbeitungsstufen nebeneinander — keine separaten Schalter, alle drei sind immer sichtbar.

Original
Zeigt das geladene, intern auf Arbeitsgröße angepasste Quellbild unverändert.
Maske
Zeigt die berechnete binäre Vordergrund-Maske nach Threshold, Blur, Border Offset und Smoothing — schwarz/dunkel = Vordergrund, hell = Hintergrund.
Kontur
Zeigt den final berechneten Schnittpfad als Linienzeichnung auf Rasterhintergrund — exakt das, was beim Export bzw. Übergeben ins Artboard verwendet wird.
Statuszeile
Zeigt unter den Reglern die Anzahl erkannter Konturen und Punkte, oder eine Fehler-/Hinweismeldung, falls keine Kontur berechnet werden konnte.
Warnhinweise
Erscheinen unterhalb der Statuszeile, z. B. wenn sehr wenig oder fast die gesamte Fläche als Vordergrund erkannt wurde, wenn sehr viele Einzelkonturen entstanden sind, oder wenn kleine Konturen automatisch entfernt wurden.
Exportieren

Lädt den aktuellen Schnittpfad als Datei herunter — unabhängig vom Artboard oder Laser.

SVG herunterladen
Lädt den Schnittpfad als SVG-Datei mit den in „Einfügegröße mm“ definierten physischen Maßen herunter — offener Pfad mit Farbe/Stroke, gravur- bzw. schnittfertig für LightBurn & Co.
DXF herunterladen
Lädt denselben Pfad als DXF-Datei herunter — für CAD- und Lasersoftware, die DXF statt SVG erwartet.
An Laser oder Artboard übergeben

Diese Aktionen unterscheiden sich danach, wie Konturschnitt aufgerufen wurde. Kam das Bild aus Laser Control (Bildobjekt → Kontur), erscheint nur „Anwenden & zurück zum Laser“. Beim eigenständigen Aufruf über die Tool-Übersicht erscheinen stattdessen „Zum Laser senden“ und die drei Artboard-Optionen.

Anwenden & zurück zum Laser
Schickt den berechneten Pfad als Schnitt-Vektor zurück an das ursprüngliche Bildobjekt im Laser-Arbeitsbereich und kehrt automatisch dorthin zurück.Nur sichtbar, wenn das Tool aus Laser Control heraus mit einer Bildübergabe geöffnet wurde.
Zum Laser senden
Öffnet eine Bestätigung und legt den Pfad anschließend als neues Schnitt-Vektorobjekt direkt auf die Laser-Arbeitsfläche (/app/laser).Nur im eigenständigen Aufruf sichtbar; führt zuerst durch einen Bestätigungsdialog.
Als Cut-Layer ins Artboard
Fügt den Pfad als neuen Layer vom Typ „Schnitt“ (rote Vorschaufarbe) in das aktive Artboard-Projekt ein und platziert ihn — falls vorhanden — deckungsgleich über dem letzten Bildobjekt im Artboard.
Als Werkstückmaske
Fügt den Pfad ebenfalls als Cut-Layer ein, markiert das erzeugte Objekt zusätzlich als Werkstückmaske — Elemente außerhalb dieser Maske werden beim Artboard-Export ignoriert.
Als Vektorobjekt
Fügt den Pfad als neutrales Vektorobjekt (Gravurfarbe, Modus „Linie“) ohne Schnitt- oder Maskenrolle ins Artboard ein — für freie Weiterbearbeitung dort.
Häufige Fehler & Lösungen
Kontur folgt der Bildkante statt dem Motiv, oder es wird fast nichts erkannt.
Lösung: Erkennung prüfen: Bei einem freigestellten PNG „Alpha / Transparenz“ erzwingen; bei einem Bild ohne Transparenz „Helligkeit“ wählen und Threshold anpassen. Ein Bild ohne klaren Kontrast zwischen Motiv und Hintergrund liefert keine brauchbare Maske — vorher mit dem Background Remover freistellen.
Pfad ist nicht geschlossen oder lässt sich beim Laser nicht als Schnitt fahren.
Lösung: Die Statuszeile zeigt „Keine nutzbare Kontur erkannt“, wenn keine geschlossene Fläche gefunden wurde. Threshold und Erkennungsmodus prüfen — eine zu helle oder zu dunkle Maske ergibt keine durchgehende Kontur.
Schnittpfad liegt zu eng am Motiv (Aufkleber wird beim Schneiden angeschnitten).
Lösung: Border Offset px auf einen positiven Wert erhöhen, um den Pfad nach außen zu verschieben. Damit entsteht ein kleiner Sicherheitsabstand zwischen Motivkante und Schnittlinie.
Schnittpfad liegt zu locker um das Motiv (sichtbarer weißer Rand bleibt stehen).
Lösung: Border Offset px auf einen negativen Wert setzen, damit sich der Pfad enger an die Motivkante zieht.
Feine Spitzen oder Zacken im Motiv werden in der Kontur abgerundet.
Lösung: Kantenfluss reduzieren und „Ecken schützen“ aktivieren. Bei sehr feinen Details zusätzlich Smoothing verringern — starkes Smoothing rundet kleine Spitzen unweigerlich ab.
Mehrere getrennte Pfadstücke statt einer durchgehenden Kontur.
Lösung: Konturtyp auf „Außenlinie“ stellen, wenn nur die äußere Silhouette gebraucht wird. Bei „Alle Details“ ist das erwartetes Verhalten bei Motiven mit Lücken — einzelne Teilpfade danach im Artboard prüfen oder löschen.
Nicht offensichtlich
  • Das beste Ergebnis liefert ein PNG mit sauberem Alpha-Kanal (z. B. aus dem Background Remover) und „Alpha / Transparenz“ als Erkennung — Helligkeitserkennung ist die robustere Wahl nur, wenn keine Transparenz vorliegt.
  • Die drei Vorschaufenster zeigen den Verarbeitungsablauf in Reihenfolge: Original → Maske → Kontur. Wenn das Ergebnis nicht passt, zuerst die Maske prüfen — ein Fehler dort pflanzt sich direkt in die Kontur fort.
  • Border Offset ist der direkte Hebel für Schnittzugaben: positive Werte für Vinyl/Aufkleber-Sicherheitsabstand, negative Werte oder 0, wenn der Schnitt exakt auf der Motivkante liegen soll.
  • „Außenlinie + Öffnungen“ ist die richtige Wahl für Motive mit echten Löchern (z. B. Ringe, Buchstaben mit Innenraum) — „Außenlinie“ würde diese Löcher auffüllen.
  • Ein als Cut-Layer eingefügter Pfad wird automatisch deckungsgleich über dem letzten Bildobjekt im Artboard platziert, falls eines vorhanden ist — praktisch für den direkten Workflow Foto → Freistellen → Kontur → Schnitt.
  • Die Einfügegröße mm bestimmt nur die Ausgabe (Export, Artboard, Laser) — die interne Berechnung läuft immer in Pixeln der angepassten Arbeitsauflösung des Quellbilds.